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Familientrip nach Wien

Wien-grossWenn Wiener etwas besonders großartig finden, hört man oft „Des is ur-leiwand“ aus ihren Mündern. Daran und an den Wiener Schmäh muss man sich erst einmal gewöhnen, wenn man in der österreichischen Hauptstadt zu Gast ist. Wien gefällt aber nicht nur Klassik-Fans, Historikern, Kulturliebhabern und Kaffeetrinkern, sondern auch Kindern. Deshalb würden wir gerne einmal einen Wochenendtrip in die vielseitige Großstadt unternehmen. Was es für unsere Kleinen dort im Angebot gibt, habe ich schon einmal recherchiert.

Ein bisschen Kultur muss sein

Diesmla musste es vor allem günstig sein, und dabei fallen schonmal viele Angebote einfach raus. Wir haben uns schließlich für einen DerTour Städtetrip entschieden, mit dem man relativ bequem und günstig nach Wien kommt. Mein Mann und ich waren vor allem gespannt auf die Perlen des hiesigen Kulturangebots. Auch wenn Museumsbesuche oder Ausflüge zu historischen Bauwerken nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Kindern gehören, sollte man das Schloss Schönbrunn und das Museumsquartier nicht auslassen. Und wer sagt denn, dass es hier nur verblasste Möbel der Habsburger und Ausstellungsstücke in verstaubten Vitrinen zu sehen gibt? Der Trick ist, die Kinder bei Laune zu halten und zu „bespaßen“, dann kann man auch Museen besichtigen.

Schloss Schönbrunn

5- bis 11-Jährige können im Rahmen einer Kinderführung die royalen Zimmer des Schloss Schönbrunn auf spielerische Weise kennenlernen. Im Kindermuseum erzählt ihnen Schlossgeist Poldi alles Wissenswerte über den damaligen Alltag der Königskinder.

Wenn Ihre Junioren Marionettentheater mögen, so gibt es im Schloss ebenfalls Vorstellungen, wie Aladdin oder Die Zauberflöte. Am besten vorher in diesem Spielplan informieren, den fanden wir ganz nützlich um sich zu orientieren.

Nach einem Versteckspiel im Schlosspark und einer Durchquerung des Irrgartens Labyrinthikon, kann es mit dem Kinder-Kulturprogramm weitergehen.

Einen tierischen Abstecher in den nahegelegenen Tiergarten Schönbrunn lohnt sich ebenfalls, bei dem Eisbären, Elefanten, Wölfe, Vögel, Insekten und viele weitere faszinierende Tiere einmal aus der Nähe betrachtet werden können. Für unsere Kleinen eine willkommene Abwechslung mit vielen neuen Eindrücken.

Vielseitiges Museumsquartier

Die sagenhaften Museen, die im Wiener Museumsquartier praktischerweise auf einem Haufen versammelt sind, sind nicht nur für Erwachsene sehenswert. Im Zoom Kindermuseum wird von einer Wasserbett-Tunnel-Landschaft, einem Atelier bildender Künstler bis zum Multimedialabor und einem reichhaltigen Workshop-Programm alles geboten, was die kleinen Herzen höher schlagen lässt.

In der zentralen Infostelle der Stadt Wien für Kinder, wienXtra-kinderinfo, das ebenfalls im Museumsquartier vertreten ist, können sich die Eltern über das gesamte Programm, das die Stadt Ihrem Nachwuchs bietet, schlau machen. Eine Sammlung von gratis Freizeittipps für Familien ist hier zu finden.

Einmal Action bitte!

Riesenrad-in-WienDas Kulturelle hätten wir nun abgehakt, jetzt darf es aber gerne ein wenig Action sein. Und wo sollten die Kinder mehr Abenteuer erleben als im größten Indoor-Spielplatz Österreichs?

Im Bogi Park in der Wiener Neustadt darf man auf 5000m² klettern, hüpfen, spielen und sich einmal richtig austoben. Die Spielstationen im Überblick:

  • Fun-Park (Wettläufe, Riesenrutsche und Lianen)
  • Märchen- Grotten
  • Kletter-Vulkan
  • Hochseilgarten
  • Kleine Go-Kart-Bahn
  • Trampolin-Anlage
  • Labyrinth
  • Hüpfburgen
  • Baumhäuser
  • Hängebrücken
  • Kleinkinder-Bereich „Brabbel-Park“

Die Eltern können im Restaurant, mit freier Sicht auf den Riesenspielplatz, einmal durchatmen und leckere Wiener Mehlspeisen genießen.

Wenn die Kleinen dann noch Energie haben, so steht dem Ausflug zum Prater nichts mehr im Wege. Der Vergnügungspark im 2. Wiener Bezirk kostet keinen Eintritt, die Fahrgeschäfte müssen aber natürlich bezahlt werden. Bei einer Fahrt im Riesenrad oder im Kettenkarussell lässt sich der Wien Urlaub bestens noch einmal Revue passieren lassen. Mit einer frisch gedrehten Zuckerwatte und gebrannten Mandeln kann man dann der Stadt Wien „Baba“ sagen.

Fotonachweis:

Bild (1):
© istock.com/amoklv
Bild (2):
© istock.com/egal